Was schwebt Ihnen vor?
Projektkonditionen für Unternehmen, Fachkunden und Planungsbüros
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Eine Telefonkabine ist kein Büro, und Sedus zieht diese Grenze selbst: In der Broschüre führt der Hersteller se:cube als temporären Arbeitsplatz und hält eine Planung nach Arbeitsplatzrichtlinien dafür nicht für erforderlich; se:cube max ist dort für Besprechungen und Workshops vorgesehen. Ob diese Einstufung im konkreten Projekt trägt, bleibt zu prüfen. Sie verschiebt aber die Frage, mit der man an Akustikkabinen herangeht: nicht wie viele Plätze entstehen, sondern wofür man kurz die Tür schließt.
Für solche kurzen Einsätze ist die Ausstattung ernst gemeint. Sedus nennt 26 bis 28 dB D'p,w für se:cube S, M und L und 29 dB(A) für se:cube max, jeweils nach DIN EN ISO 11957, und ergänzt, dass Geräusche von außen stark gemindert, aber nicht ganz beseitigt werden. Die Lüftung läuft unabhängig vom Gebäude, und im offenen Großraumbüro zeigt eine rote oder blaue LED-Linie, dass jemand drin ist.
Nach Größe sortiert: S hat 1,5 m² und ist für eine Person gedacht, die neue XM hat 2 m² und nimmt als Diner mit integrierten Sofas maximal zwei auf, M hat 3 m² und nimmt maximal vier auf, L hat 6,25 m² und maximal sechs. Bei se:cube max folgen 9 m² (höchstens vier), 12 m² (höchstens sechs) und 16 m² (höchstens acht Personen). La Mercanti klärt mit dem Projektteam, wie der Kubus tatsächlich genutzt wird.
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Das hängt vom System ab. In se:cube gibt es einen optionalen Monitorarm mit Klemmadapter für den Tisch, außerdem kann eine Wand für die unsichtbare Montage vorbereitet werden. In se:cube max trägt die Technikwand den Bildschirm; dort sitzen zwei Steckdosen und ein USB-Anschluss, bei montiertem Monitor kommen zwei weitere Steckdosen dazu. Die XM lässt sich für einen Wandbildschirm über dem Tisch vorbereiten. Wer vor allem Videokonferenzen plant, legt die Wand früh fest, denn sie bestimmt auch, in welche Richtung am Tisch gesessen wird.
GS heißt Geprüfte Sicherheit: TÜV Rheinland LGA Products hat se:cube S, M und L unter dem Zertifikat 60170040 geprüft, gültig bis 04.05.2028. Für se:cube max gilt dieses Zeichen nicht. Das AGR-Siegel der Aktion Gesunder Rücken stammt vom 16.06.2023 und führt se:cube in der Kategorie «noise reduced retreat areas». Für den Einkauf ist die Zuordnung wichtig: Wer ein GS verlangt, schreibt die Größe dazu, denn ein Nachweis gilt immer nur für das, was er nennt.
In se:cube max ja: Sedus führt alle drei Größen als rollstuhlgerecht, denn der Raum steht ohne Boden direkt auf der Fläche und hat keine Schwelle. Dazu gibt es eine Markierung auf dem Glas in 1400 und 600 mm Höhe. se:cube S, M und L führt Sedus nicht als rollstuhlgerecht; ihre optionale, vom TÜV geprüfte Gummirampe verringert an der Bodenkante die Stolpergefahr. Wer Rollstuhlzugang braucht, plant also se:cube max und lässt innen Platz für die Tür, die dort nach innen öffnet.
Serienmäßig in hellem weißem Melamin, optional in 16 Farben von Graphitschwarz bis Fjordgrün oder lackiert. Dazu kommen rund 40 Farben für die Tischplatte und über 30 für den Teppich Interface Composure. Bei se:cube max lässt sich die Decke weiß oder in der Außenfarbe halten. Die vier Farbschemata Smart Balance, Multi Creation, Soft Being und Urban Living sind ein guter Einstieg, wenn eine Corporate Identity den Rahmen vorgibt.
Ja, das nennt Sedus ausdrücklich: Der Raum kommt ohne eigenen Boden aus, ist nicht mit dem Baukörper verbunden und kann deshalb auf Böden mit integrierter Heizung stehen. Die Bodenart gehört trotzdem in die erste Abstimmung, weil sie laut Sedus auch das akustische Ergebnis beeinflusst.
Das Licht in der se:cube schaltet sich von selbst ein und lässt sich trotzdem fein abstimmen: vom Dimmer über HCL und die Presets am Display bis zum passenden Set-up in se:cube max.
In der se:cube sitzt ein LED-Panel an der Decke, das beim Betreten von selbst angeht. Ab Werk liefert es 500 Lux auf der Tischfläche bei neutralen 4000 K. Am besten bleibt man zuerst ein paar Minuten mit dem eigenen Bildschirm im Raum, bevor irgendetwas verändert wird, denn so merkt man, ob überhaupt eine Änderung nötig ist.
Mit dem optionalen Dimmer lässt sich die Helligkeit unter den Standardwert senken oder wieder anheben. Das lohnt sich vor allem am Bildschirm am späten Nachmittag und in Kabinen, die neben einer hellen Fensterfront stehen. Sinnvoll ist, einen Wert für den Alltag festzulegen und ihn nicht jedem Nutzer neu zu überlassen.
Die Variante HCL, Human Centric Lighting, verändert die Lichtfarbe von 2700 bis 6500 K in sieben Stufen und folgt dabei dem Tageslicht. Wer sie gewählt hat, beobachtet sie am besten einen ganzen Tag lang, statt sie nach dem ersten Eindruck umzustellen: Morgens und abends wirkt derselbe Raum spürbar anders.
Über das optionale Touchdisplay mit 7 Zoll lassen sich Voreinstellungen ablegen und von einem Kubus auf den nächsten übertragen. Bei mehreren Kabinen auf einer Etage richtet man also eine sorgfältig ein und übernimmt deren Werte, damit sich das Licht von Tür zu Tür nicht unterscheidet. Das Update der Firmware läuft über einen USB-C-Stick.
Die Settings S WebCon und M Focus Work bringen indirektes Licht aufs Gesicht für Videokonferenzen und einen Tisch, der sich von 680 bis 1180 mm verstellen lässt. In se:cube max entscheidet das Set-up: Meeting mit zwei dimmbaren LED-Panels oder HCL, Workshop mit vier oder sechs eingelassenen Leuchten. Bei wechselnder Nutzung spielt man beide Varianten vorab mit dem Team durch.