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Die meisten Armlehnen rasten. Die des se:air tun es nicht. Sedus beschreibt die Auflage der 4D-Multifunktionsarmlehne als «orientierbar und in Tiefe und Breite verschiebbar, mit schwebendem Effekt ohne Rastung»: das Pad folgt dem Unterarm, statt ihn in eine Stellung zu zwingen. Die Gebrauchsanleitung nennt die Zahlen dazu. Die Auflagefläche schwenkt in jeder Position bis 25° nach innen und bis 13° nach außen; die Höhe verstellt sich per Taste, Tiefe und Breite durch Schieben. Nur die Höhe rastet ein, alles andere bleibt in Bewegung.
Der Bürodrehstuhl von Konstantin Thomas aus dem Sedus Design Team ist um diesen Gedanken gebaut: so wenig fest einstellen wie möglich. Sitz und Rücken sind eine gestrickte Membran im Polyamidrahmen, ohne sichtbare Naht, im Sitz dichter gestrickt als im Rücken. Die patentierte Kinetic-Swing-Mechanik liest beim Hinsetzen das Körpergewicht ab und dosiert danach die Kraft, mit der die Lehne zurückdrückt; übrig bleiben zwei Bedienelemente, Sitzhöhe und Arretierung. Als ergonomischer Bürostuhl wiegt er nach Sedus rund 12 kg und trägt Nutzer bis 130 kg.
Die Familie besteht aus einem Modell in drei Ausführungen: der Drehstuhl in fünf einfarbigen Varianten von Schwarz bis Nachtblau, die Counter-Version mit Aluminiumfußkreuz und Fußring für hohe Arbeitsflächen, die schwer entflammbare Version mit schwarzer Membran. Sedus nennt als Einsatzorte Teamarbeitsplätze, Projekträume, Besprechungs- und Seminarräume, Home-Office, Hot Desking und Co-Working; einen eigenen Besucherstuhl gibt es in der Reihe nicht, dort sitzt der Drehstuhl auf beiden Seiten des Tischs. La Mercanti schiebt die Armauflage beim Muster einmal durch alle Richtungen, weil man den Unterschied zwischen Rasten und Schweben nur mit der Hand versteht.
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Zwei Winkel, zwei Aufgaben. Die Sitzfläche selbst ist um 4° geneigt, damit das Becken aufrecht bleibt; die Mechanik lässt den Sitz dazu um 5° nach vorn schwingen, mit einem leichten seitlichen Spiel, das Sedus als Anreiz zum Haltungswechsel beschreibt. Die Lehne öffnet gegen diesen Widerstand und lässt sich in der vorderen Position arretieren.
Fünf einfarbige Modelle: Schwarz, Purweiß (RAL 9016), Rubinrot (RAL 030 30 30), Salbeigrün (RAL 140 60 10) und Nachtblau (NCS S 7020-R90B). Rahmen, Armlehnenträger, Fußkreuz, Rollen und die optionale Lordosenstütze tragen dieselbe Farbe, die Membran auch, mit einer Ausnahme: das weiße Modell bekommt eine silbergraue Membran. Schwarz ist die Serienfarbe, die vier anderen sind Optionen.
Das Zertifikat 9.236, ausgestellt in Wiesbaden am 10. Mai 2024 und gültig bis 9. Mai 2027, führt den se:air als «Drehstühle für Kommunikationsbereiche und Homeoffice». Es ist neben GS, GREENGUARD, der TÜV-Schadstoffprüfung und dem AGR-Gütesiegel das fünfte Zeichen, das Sedus für das Modell ausweist.
Laut Umweltproduktinformation 4,17 kg von 11,83 kg, also 34,86 %, Verpackung eingerechnet. Sedus nennt den schwarzen Rahmenwerkstoff als den Teil, der «zum Teil aus Rezyklat» besteht. Am Ende der Nutzung werden 81,56 % stofflich und 18,44 % energetisch verwertet, zusammen 99 % Recyclingfähigkeit.
Weil er für Arbeit gedacht ist, die den Ort wechselt. Die Broschüre zählt auf: Teamarbeitsplätze, Projekträume und agile Workshops, Besprechungs- und Seminarräume, Einzelarbeitsplätze und Home-Office, nicht-territoriales Arbeiten, Hot Desking und Kollaborationszonen, Co-Working-Spaces. Ein Stuhl, der an all diesen Orten ohne Einstellung funktioniert, weil die Mechanik das Gewicht liest und die Membran keine Polsterung braucht.
Am se:air gibt es einen Hebel für die Höhe und sonst nichts zu drehen. Fünf Schritte aus der Sedus-Bedienungsanleitung, mit dem Unterschied zwischen belastetem und entlastetem Sitz.