Was schwebt Ihnen vor?
Projektkonditionen für Unternehmen, Fachkunden und Planungsbüros
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Ein Material, zwei Verfahren. Der Rahmen der Cloud Chair ist ein stranggepresstes Aluminiumprofil, das als durchgehendes Band um Sitz und Rücken läuft; dort, wo Kräfte zusammenkommen, sitzen tragende Teile aus Aluminiumdruckguss. Wer Chefsessel für die Direktion nach dem Datenblatt beurteilt, findet dort den Satz dazu: Die Struktur hält ihre Form auch unter erheblicher Belastung.
Im Profil hängen zwei Bespannungen, Sitz und Rücken getrennt: Nylonnetz, elastisches Netz oder ein Verbund aus Stoff oder Leder mit technischer Zwischenlage. Die Bespannung bleibt frei gespannt, passt sich dem Körper an und bewegt sich mit der Synchronmechanik. Sottsass Associati hat die Cloud 1998 für ICF entworfen: Was man sieht, ist die Bespannung; was sie trägt, sind die beiden Verfahren.
Zwei Mechaniken, zwei Codes. Mit der Endung 08 steht die Cloud auf dem Vierstern mit Gleitern und schwingt frei, ohne Arretierung: am Besprechungstisch. Mit der Endung 17 steht sie auf dem Fünfstern mit Rollen und lässt sich in vier Zwischenstellungen feststellen: am Arbeitsplatz im Direktionsbüro. Beide gibt es als Task mit gepolsterter Armlehne für operative und Direktionsplätze und als Meeting mit geschlossener Aluminiumarmlehne für Sitzungsräume und Besucher, in drei Rückenhöhen; auch wer wartet, kann darauf sitzen. La Mercanti rechnet dem Einkauf vor, was er bezahlt: 75 Prozent des Sesselgewichts sind Aluminium, und beide Verfahren stecken in dieser Zahl.
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Dass die Farbe im Faden sitzt, nicht auf dem Gewebe. Das elastische Netz besteht zu 70 % aus Polyester-Elastomer und zu 30 % aus garngefärbtem Polyester; beide Garne laufen im selben Gewebe, und daraus entsteht die zweifarbige Wirkung, die ICF an der Cloud hervorhebt. Sieben Farbstellungen stehen im Katalog, von Schwarz über Graphit und Greige bis zu Schwarz-Weiß, geprüft mit 50.000 Zyklen nach Wyzenbeek. Für den Nutzer heißt das: Die Farbe bleicht nicht als Schicht ab, weil es keine Schicht gibt.
Um 14 Zentimeter, über eine Gasfeder nach EN 16955:2017. Der Hebel sitzt rechts unter dem Sitz: Zum Anheben zieht man ihn nach oben und entlastet dabei den Sitz, zum Absenken zieht man ihn im Sitzen. ICF gibt als Ziel die Haltung vor, bei der die Ellbogen auf der Tischplatte einen rechten Winkel bilden. Vierzehn Zentimeter reichen, um denselben Sessel an einem Tag von einer 1,60 m großen auf eine 1,90 m große Person umzustellen, ohne Werkzeug und ohne Anleitung.
Von links nach rechts, und jede Stelle sagt eine Sache. Der dritte Buchstabe nennt die Armlehne: T für Task, offen mit Auflage, M für Meeting, geschlossen aus Aluminium. Die erste Ziffer nennt die Lehne: 4 niedrig, 1 mittel, 6 hoch. Die Endung nennt Fußkreuz und Mechanik zusammen: 08 steht für Vierstern mit Gleitern und frei schwingende Lehne, 17 für Fünfstern mit Rollen und arretierbare Lehne. SAT.417 ist also der Arbeitssessel mit niedriger Lehne auf Rollen, der sich feststellen lässt. Zwölf Kombinationen, kein Rätsel.
Einen, der im Datenblatt von ICF bis heute zitiert wird. Das Studio schreibt, es habe sich entschieden, den aktuellen Tendenzen etwas entgegenzusetzen, und Möbel zu entwerfen, die bequem sind, ohne technisch zu wirken. Die Cloud ist die Antwort darauf: Dahinter steht der Satz des Studios, Möbeldesign trage Verantwortung dafür, das menschliche Gleichgewicht ein Stück weit wiederherzustellen. Wer einen Chefsessel sucht, der im Raum nicht nach Apparat aussieht, hat hier den Satz, der das Programm erklärt.
ICF selbst rät zum Schwingen. Die Codes mit Endung 17 besitzen die Arretierung über den linken Hebel, aufrecht und in vier Zwischenstellungen; die Anleitung fügt an, dass man die Wippbewegung im Sinne einer besseren Ergonomie nicht blockieren sollte, damit der Rücken ständig gestützt bleibt. Die Sperre ist also für den Moment gedacht, nicht für den Arbeitstag. Wer sie dennoch braucht, bestellt 17; wer von vornherein frei schwingen will, kann mit 08 auf dem Vierstern auskommen.
Das Leder der Cloud Chair ist anilingefärbt und vegetabil nachgegerbt, also empfindlicher gegen falsche Mittel als gegen Gebrauch. Fünf Handgriffe, so wie ICF sie in der Pflegeanleitung beschreibt.
Die laufende Pflege der Cloud Chair in Leder ist ein weiches, trockenes Tuch, nichts weiter. Staub wird abgenommen, bevor er in die Poren gerieben wird; feuchte Reinigung bleibt den Flecken vorbehalten. Wer jede Woche zum Reiniger greift, pflegt nicht, sondern wäscht die Rückfettung aus einem Leder, das ICF auf Abrieb und Alterung geprüft hat.
Einen frischen Fleck nimmt man mit einem leicht angefeuchteten Tuch, Wasser und neutraler Seife, und tupft ihn vom Rand zur Mitte hin ab; so bleibt kein Hof. Danach sofort trocknen. Nicht reiben, nicht einweichen, keine Lösungsmittel: Die Anleitung von ICF lässt für die Fleckentfernung genau dieses eine Vorgehen zu.
Leder trocknet dort, wo es warm wird. ICF schreibt vor, den Sessel weder direkter Sonne noch Wärmequellen auszusetzen; im Direktionsbüro heißt das vor allem: nicht mit der Lehne an die Südverglasung und nicht neben den Heizkörper. Ein Platz, der dem Sessel bekommt, ist meistens auch der, an dem der Bildschirm nicht spiegelt.
Für die Grundpflege nennt ICF zwei Produkte: den Leather Soft Cleaner zum Reinigen und die Leather Protection Cream zum Schützen, beide bei ICF erhältlich. Der Turnus steht in der Anleitung: zwei- bis dreimal im Jahr reinigen und anschließend schützen. Mehr braucht ein Sessel nicht, der täglich benutzt wird, weniger sollte es nicht sein.
Das Leder der Cloud ist Vollnarbenleder vom Rind, zwischen 1,2 und 1,4 mm stark, anilingefärbt mit leichter Zurichtung, vegetabil nachgegerbt. Falten und Narben gehören zur Herkunft des Materials, und ICF weist darauf hin, dass Muster und geliefertes Leder nie exakt übereinstimmen können.