Chefsessel Cloud Chair von ICF mit niedriger Lehne im Profil, heller Aluminiumrahmen

Strangpressprofil rundherum, Druckguss an den Knoten: die Cloud Chair von ICF nutzt zwei Verfahren für ein Aluminium

ICF Office

Sottsass Associati

Chefsessel
Cloud Eine Ikone des italienischen Designs Chefsessel

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Ein Material, zwei Verfahren. Der Rahmen der Cloud Chair ist ein stranggepresstes Aluminiumprofil, das als durchgehendes Band um Sitz und Rücken läuft; dort, wo Kräfte zusammenkommen, sitzen tragende Teile aus Aluminiumdruckguss. Wer Chefsessel für die Direktion nach dem Datenblatt beurteilt, findet dort den Satz dazu: Die Struktur hält ihre Form auch unter erheblicher Belastung.

Im Profil hängen zwei Bespannungen, Sitz und Rücken getrennt: Nylonnetz, elastisches Netz oder ein Verbund aus Stoff oder Leder mit technischer Zwischenlage. Die Bespannung bleibt frei gespannt, passt sich dem Körper an und bewegt sich mit der Synchronmechanik. Sottsass Associati hat die Cloud 1998 für ICF entworfen: Was man sieht, ist die Bespannung; was sie trägt, sind die beiden Verfahren.

Zwei Mechaniken, zwei Codes. Mit der Endung 08 steht die Cloud auf dem Vierstern mit Gleitern und schwingt frei, ohne Arretierung: am Besprechungstisch. Mit der Endung 17 steht sie auf dem Fünfstern mit Rollen und lässt sich in vier Zwischenstellungen feststellen: am Arbeitsplatz im Direktionsbüro. Beide gibt es als Task mit gepolsterter Armlehne für operative und Direktionsplätze und als Meeting mit geschlossener Aluminiumarmlehne für Sitzungsräume und Besucher, in drei Rückenhöhen; auch wer wartet, kann darauf sitzen. La Mercanti rechnet dem Einkauf vor, was er bezahlt: 75 Prozent des Sesselgewichts sind Aluminium, und beide Verfahren stecken in dieser Zahl.

Technische Informationen auf Basis der vom Hersteller angegebenen Daten.
  • Kollektion: Cloud Chair
  • Hersteller: ICF S.p.A., Vignate (Mailand), Italien
  • Design: Sottsass Associati, 1998
  • Versionen: Task (SAT), offene Armlehnen mit Auflage aus Integral-Polyurethan, für operative Arbeitsplätze und Direktionsplätze · Meeting (SAM), geschlossene Aluminiumarmlehnen, für Sitzungsräume und Besucherplätze
  • Rückenlehne: drei Höhen, Gesamthöhe min./max.: niedrig 83/96, mittel 90/103, hoch 100/113 cm
  • Breite und Tiefe: 62 cm (Task) bzw. 60 cm (Meeting) × 47 cm
  • Codes: SAT/SAM .408 .417 .108 .117 .608 .617; Endung 08 = Vierstern-Fußkreuz mit Gleitern und nicht arretierbarer Wippmechanik; Endung 17 = Fünfstern-Fußkreuz mit Rollen und arretierbarer Wippmechanik
  • Struktur: umlaufendes Profil aus stranggepresstem Aluminium, tragende Bauteile aus Aluminiumdruckguss
  • Oberflächen der Struktur: 47 poliert · 55 verchromt · pulverbeschichtet 111 Warm black, 100 Weiß, 070 Soft grey, R11 Kupferbraun, R12 Dunkelblau, R15 Graugrün, R22 Seidengrau
  • Sitz und Rücken: Bespannung aus Nylonnetz (75 % Vinylharz, 25 % Polyester) oder elastischem Netz (70 % Polyester-Elastomer, 30 % Polyester) oder Sandwich-Verbund in Stoff oder Leder mit technischer Zwischenlage zwischen zwei Lagen flexiblem Polyurethan
  • Bezüge: Stoff Kat. B Atlantic (17 Farben), Mini (7), Tonal (15) · Kat. C Cura (15), Mini Melange (9), Sealife (10), Step (8), Step Melange (8), Sotega (5) · Kat. F Breeze Fusion (5), Grain (10) · Leder Kat. E (15) · Netz Kat. X Rete Elastica (7), Tale (15); Sitz und Rücken auch in unterschiedlichen Kategorien; Ganznetz-Version nur mit Rete Elastica
  • Lordosenstütze: Zubehör SLXN aus schwarzem Polyurethan, Verstellweg 6 cm, jederzeit montier- und abnehmbar
  • Höhenverstellung: Gasfeder nach EN 16955:2017, Hub 14 cm, Hebel rechts
  • Wippmechanik: Synchronmechanik mit Drehknopf zur Einstellung des Gegendrucks auf das Körpergewicht; Arretierung aufrecht und in vier Zwischenstellungen bei den Codes 17
  • Fußkreuz: Vierstern mit Gleitern oder Fünfstern mit Rollen, Aluminiumdruckguss poliert oder verchromt passend zur Struktur
  • Rollen: Ø 65 mm, weiche Lauffläche für harte Böden, selbstbremsend nach EN 12529:2001; harte Lauffläche für Teppich auf Anfrage
  • Gleiter: schwarzes Nylon, Ø 37 mm, mit weichem Gummieinsatz
  • Gewicht und Volumen: 15-16 kg und 0,45 m³ (niedrige und mittlere Lehne); 16-17 kg und 0,49 m³ (hohe Lehne)
  • Materialien: Aluminium 75 %, Kunststoff 13 %, Metall 4 %, Sonstiges 8 %; zu 92 % recycelbar bei vollständig getrennten Bauteilen (Angaben ICF zum Code SAM.117)
  • Prüfungen und Zertifikate: EN 1335-1-2-3:2014 · UNI 9084:2002 · ANSI/BIFMA X5.1:2002 · UNI 8591:1984 + FA 1:1995 und UNI 9083:1987 laut ICF · Brandverhalten Klasse 1 IM mit Rete N · Bedienungsanleitung: UNI EN 15373 Stufe 2 und EN 13761 für Besucher- und Objektbestuhlung, UNI EN 1335 Typ B für Bildschirmarbeitsplätze
  • Zubehör: SLXN Lordosenstütze · SAR5 Satz mit fünf Rollen · SAF5 Satz mit fünf Gleitern
  • Herkunft: Made in Italy
La Mercanti Srl — Ihr Partner für Design- und Contract-Projekte seit 1997.
San Benedetto del Tronto (AP), Italy · +39 0735 753833 · info@lamercanti.com
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Häufige Fragen

Was heißt garngefärbt beim elastischen Netz der Cloud Chair?

Dass die Farbe im Faden sitzt, nicht auf dem Gewebe. Das elastische Netz besteht zu 70 % aus Polyester-Elastomer und zu 30 % aus garngefärbtem Polyester; beide Garne laufen im selben Gewebe, und daraus entsteht die zweifarbige Wirkung, die ICF an der Cloud hervorhebt. Sieben Farbstellungen stehen im Katalog, von Schwarz über Graphit und Greige bis zu Schwarz-Weiß, geprüft mit 50.000 Zyklen nach Wyzenbeek. Für den Nutzer heißt das: Die Farbe bleicht nicht als Schicht ab, weil es keine Schicht gibt.

Wie weit lässt sich der Sitz der Cloud Chair in der Höhe verstellen?

Um 14 Zentimeter, über eine Gasfeder nach EN 16955:2017. Der Hebel sitzt rechts unter dem Sitz: Zum Anheben zieht man ihn nach oben und entlastet dabei den Sitz, zum Absenken zieht man ihn im Sitzen. ICF gibt als Ziel die Haltung vor, bei der die Ellbogen auf der Tischplatte einen rechten Winkel bilden. Vierzehn Zentimeter reichen, um denselben Sessel an einem Tag von einer 1,60 m großen auf eine 1,90 m große Person umzustellen, ohne Werkzeug und ohne Anleitung.

Zwölf Codes für einen Sessel: wie liest man SAT.417?

Von links nach rechts, und jede Stelle sagt eine Sache. Der dritte Buchstabe nennt die Armlehne: T für Task, offen mit Auflage, M für Meeting, geschlossen aus Aluminium. Die erste Ziffer nennt die Lehne: 4 niedrig, 1 mittel, 6 hoch. Die Endung nennt Fußkreuz und Mechanik zusammen: 08 steht für Vierstern mit Gleitern und frei schwingende Lehne, 17 für Fünfstern mit Rollen und arretierbare Lehne. SAT.417 ist also der Arbeitssessel mit niedriger Lehne auf Rollen, der sich feststellen lässt. Zwölf Kombinationen, kein Rätsel.

Welchen Anspruch stellte Sottsass Associati an die Cloud?

Einen, der im Datenblatt von ICF bis heute zitiert wird. Das Studio schreibt, es habe sich entschieden, den aktuellen Tendenzen etwas entgegenzusetzen, und Möbel zu entwerfen, die bequem sind, ohne technisch zu wirken. Die Cloud ist die Antwort darauf: Dahinter steht der Satz des Studios, Möbeldesign trage Verantwortung dafür, das menschliche Gleichgewicht ein Stück weit wiederherzustellen. Wer einen Chefsessel sucht, der im Raum nicht nach Apparat aussieht, hat hier den Satz, der das Programm erklärt.

Soll man die Rückenlehne der Cloud Chair feststellen oder schwingen lassen?

ICF selbst rät zum Schwingen. Die Codes mit Endung 17 besitzen die Arretierung über den linken Hebel, aufrecht und in vier Zwischenstellungen; die Anleitung fügt an, dass man die Wippbewegung im Sinne einer besseren Ergonomie nicht blockieren sollte, damit der Rücken ständig gestützt bleibt. Die Sperre ist also für den Moment gedacht, nicht für den Arbeitstag. Wer sie dennoch braucht, bestellt 17; wer von vornherein frei schwingen will, kann mit 08 auf dem Vierstern auskommen.

Leder an der Cloud Chair pflegen: fünf Handgriffe aus der Anleitung von ICF

Das Leder der Cloud Chair ist anilingefärbt und vegetabil nachgegerbt, also empfindlicher gegen falsche Mittel als gegen Gebrauch. Fünf Handgriffe, so wie ICF sie in der Pflegeanleitung beschreibt.

Trocken beginnen

Die laufende Pflege der Cloud Chair in Leder ist ein weiches, trockenes Tuch, nichts weiter. Staub wird abgenommen, bevor er in die Poren gerieben wird; feuchte Reinigung bleibt den Flecken vorbehalten. Wer jede Woche zum Reiniger greift, pflegt nicht, sondern wäscht die Rückfettung aus einem Leder, das ICF auf Abrieb und Alterung geprüft hat.

Flecken vom Rand zur Mitte

Einen frischen Fleck nimmt man mit einem leicht angefeuchteten Tuch, Wasser und neutraler Seife, und tupft ihn vom Rand zur Mitte hin ab; so bleibt kein Hof. Danach sofort trocknen. Nicht reiben, nicht einweichen, keine Lösungsmittel: Die Anleitung von ICF lässt für die Fleckentfernung genau dieses eine Vorgehen zu.

Sonne und Heizkörper meiden

Leder trocknet dort, wo es warm wird. ICF schreibt vor, den Sessel weder direkter Sonne noch Wärmequellen auszusetzen; im Direktionsbüro heißt das vor allem: nicht mit der Lehne an die Südverglasung und nicht neben den Heizkörper. Ein Platz, der dem Sessel bekommt, ist meistens auch der, an dem der Bildschirm nicht spiegelt.

Zwei- bis dreimal im Jahr

Für die Grundpflege nennt ICF zwei Produkte: den Leather Soft Cleaner zum Reinigen und die Leather Protection Cream zum Schützen, beide bei ICF erhältlich. Der Turnus steht in der Anleitung: zwei- bis dreimal im Jahr reinigen und anschließend schützen. Mehr braucht ein Sessel nicht, der täglich benutzt wird, weniger sollte es nicht sein.

Falten und Narben lesen

Das Leder der Cloud ist Vollnarbenleder vom Rind, zwischen 1,2 und 1,4 mm stark, anilingefärbt mit leichter Zurichtung, vegetabil nachgegerbt. Falten und Narben gehören zur Herkunft des Materials, und ICF weist darauf hin, dass Muster und geliefertes Leder nie exakt übereinstimmen können.